BiKom-biologische Kommunikationspsychologie - Angriffsfrei Kommunizieren - RS Akademie

 

BiKom - biologische Kommunikations-Psychologie

6.0 Angriffsfrei
kommunizieren!

Die angriffsfreie Kommunikation (AfK).

 

Wir können uns der Wirkung, die andere Menschen auf uns haben, kaum entziehen. Was wir jedoch tun können, ist, die Wirkung laufend zu dämpfen und zu verändern, indem wir uns in der aktuellen Situation im Griff haben, und damit unsere innere Einstellung (Konditionierung) zu den Dingen laufend zum Besseren verändern und für künftig Verhaltensweisen festlegen, wie wir uns jetzt und in ähnlichen Situationen besser verhalten werden.

 

Auf diese Weise korrigieren wir unsere unguten Konditionierungen direkt mit jeder aktuellen Situation.

 

 

Dabei geht es nicht darum, uns zu verbiegen oder zu verstellen oder uns zu verleugnen oder unsere Person oder unseren Charakter zu verändern.

 

Das hat nichts mit souveräner und angriffsfreier Kommunikation zu tun.

 

Seine Person oder seinen Charakter zu verändern ist nicht nötig und meist auch gar nicht möglich. Du bist so, wie Du bist, in Ordnung und wertvoll für die Menschheit. Gerade Deine Andersartigkeit ist eine Bereicherung für die Natur, für die Menschheit.

 

Durch Deine einzigartige Andersartigkeit kannst Du neue, andere Ansichten, Ideen und Wege in das Leben, in die Welt bringen. Denken wir einfach zurück an die bisherigen Errungenschaften der Menschheit, dann ist es oft nur ein Mensch, der große Veränderungen für die Menschheit bewirkt hat. Wir brauchen uns nur die Genies der letzten Jahrhunderte anzusehen.

 

So wie du also einmalig bist, so sind es auch die anderen.

Es wäre also ein Fehler ständig zu versuchen, die anderen verändern zu wollen, was auch kaum möglich ist. Gerade weil es kaum möglich ist, ist es für uns viel einfacher, wichtiger und besser zu lernen, wie wir mit anderen Menschen besser umgehen können.

 

Also andere frei so sein lassen zu können, wie diese sind, dabei auch selbst fei zu sein, wie wir sind.

 

Genau dabei soll uns die angriffsfreie Kommunikation helfen.

 

Ein Choleriker z.B. ist ein Choleriker und bleibt das auch, meistens sein Leben lang. Sollten wir von ihm verlangen, dass er aufhört, ein Choleriker zu sein, wäre das, als würden wir von ihm verlangen, aufzuhören zu leben.

 

Er kann es nicht, will es oft auch nicht und soll es eigentlich auch nicht. Kein Mensch sollte auf diese Weiße von einem anderen Menschen verlangen, dass er sich seinetwegen ändern muss, nach dem Motto:

 

„Komm, fühl dich unwohl für mich, damit ich mich wohl fühlen kann, wenn du dann so bist, wie ich es gerne hätte, auch wenn du das nicht willst und es nicht gut für dich ist“.

 

Das ist leider eine typische Vorgehensweise vieler Menschen, aber keine Vorgehensweise, die uns im Leben weiterbringen wird. Denn diese Vorgehensweise ist ein Hauptproblem in zwischenmenschlichen Beziehungen, und macht mehr Probleme als nötig.

 

Somit geht es bei der angriffsfreien Kommunikation darum, sich selbst in den Griff zu bekommen, um künftig nur noch selbstbeherrscht und angriffsfrei zu kommunizieren. Dazu auch unsere innere Einstellung und Ansichtsweise zu ändern, zu all den Dingen, die in uns ungute Gefühle auslösen.

 

Unsere innere Biologie müssen wir auf das neue davon überzeugen, dass Kommunikation mit anderen keine echte Lebensgefahr bedeutet, dass Kommunikation nicht wirklich tödlich ist, dass wohlwollende und angriffsfreie Kommunikation unsere Chance ist, uns als Spezies Mensch weiter zu entwickeln.

 

Wir haben kaum eine Chance gegen unsere Biologie, aber sehr viele Möglichkeiten und innere Erfüllung mit ihr.

 

Unsere Biologie meint es doch nur gut mit uns und will uns helfen, Gefahren zu überstehen, Unangenehmes zu vermeiden, uns in den Situationen unterstützen, die wir als unvorteilhaft deklariert haben.

 

Dabei ist genau das unser Problem. Weil wir selbst unserer Biologie beigebracht haben, dass diese Situationen und Ereignisse ungute für uns sind.

 

Wenn uns also der Antrieb, die Reaktionen und Handlungen unserer Biologie nicht gefallen, müssen wir uns in der aktuellen Situation im Griff haben damit wir die diesen Handlungen zugrundeliegenden unvorteilhaften Konditionierungen in der aktuellen Situation ändern, und nicht an unserer Biologie, unserem inneren Wesen, zweifeln oder daran verzweifeln.

 

Wollen wir also, dass unsere Biologie auf die Ereignisse in Zukunft anders reagiert, dann müssen wir das auch so unserem inneren Wesen vermitteln,
in dem wir künftig direkt in der aktuellen Situation etwas dagegen tun.

In dem wir uns künftig in wichtigen Situationen im Griff haben und nur noch souverän, wohlwollend und angriffsfrei kommunizieren und reagieren.

 

Wobei unser innere Wesen nicht von uns abgekehrt ist, nicht irgendein unbekannter fremder Teil ist. Es ist ein Teil von uns, und wir sind dieses Wesen auf eine biologische Art und Weise. Also nutzt es nichts, wenn wir uns tausendmal sagen oder denken, was wir gerne verändert hätten.

 

Wir müssen es spüren, denn die Gefühle sind die Sprache unseres inneren Wesens. Wir müssen es wirklich wollen und das auch so empfinden. Erst dann werden wir verstanden und ernst genommen von unserem Geist und Körper.

 

Die Gefühle und die entsprechenden Hormone, die bestimmte Moleküle erzeugen, sind es, die unsere Botschaft an die richtige Stelle, an die Organe und Zellen transportieren, bei denen wir gerne eine Veränderung hätten – damit wir die nötige Geistige und innere sowie äußere Körperhaltung einnehmen, die das bewirkt, was wir gerne hätten.

 

Gefühle bestimmen den größten Teil unseres Lebens. Sie sind die wahre Kommunikation. Somit ist der schnellste Weg, eine Veränderung zu vollziehen, über unsere Gefühle, die wir auch durch das Einnehmen bestimmter innerer Einstellungen und äußerer Körperhaltungen erzeugen können.

 

Es ist nun einmal die Sprache, die unser Körper spricht!

Also sollten wir diese Sprache auch beherrschen.

 

Wenn wir z.B. in einem fremden Land sind und dort keiner unsere Sprache versteht, oder unsere verzweifelten Versuche mit Zeichensprache, dann werden wir nicht weit kommen.

 

Es ist sehr viel vorteilhafter, die Sprache des Landes also unseres Körpers zu verstehen und zu sprechen, also gut zu beherrschen, statt wie ein Analphabet durch ein fremdes Land zu ziehen in der Hoffnung, dass es schon irgendwie gut gehen wird oder ein Wunder geschehen wird.

 

Mit unserer Biologie können wir vieles erreichen, gegen unsere Biologie werden wir nicht weit kommen.

 

Das bedeutet nicht, dass wir den Dingen machtlos ausgeliefert sind. Auch bedeutet das nicht, dass wir Einfluss auf die unvorhergesehenen Ereignisse im Leben haben – diese kommen von allein auf uns zu -, sondern, dass wir immer noch entscheiden können, wie wir auf die Ereignisse des Lebens und insbesondere der zwischenmenschlichen Interaktionen in Zukunft reagieren wollen:

Ob wir uns von bestimmten Worten, Gesten oder das Verhalten anderer herunterziehen und fertig machen lassen, annehmen was kommt oder ob wir uns davon, weil es keine echten Gefahren sind, kaum noch beeinflussen lassen, um den klaren Kopf zu bewahren, den wir, gerade wenn es wichtig ist oder mit anderen Menschen schwierig wird, benötigen, um eine sinnvolle und beidseitig passende Lösung zu finden.

 

Jede Art von Lebensereignis hat eine Wirkung auf uns, das können wir nicht ändern, nur, wie wir in Zukunft darauf reagieren, das haben wir selbst im Griff und können wir ändern.

 

Genau das solltest Du auch ändern. Damit du künftig nur noch souverän, gelassen, wohlwollend und vor allem angriffsfrei reagierst und kommunizierst, ohne dich dabei selbst zu verleugnen.

 


Inhalt BiKom:

1.0 Einleitung

2.0 Unsere Biologie hat die Kontrolle

3.0 Der biologische Abwehrmodus (BA)

4.0 Die Wirkung des biologischen Abwehrmodus (BA)

5.0 Wie wirkt Kommunikation?

6.0 Angriffsfrei kommunizieren!